Geschichte

Eine skandinavische Erfindung

Freilichtmuseen sind ursprünglich eine skandinavische Erfindung, da „Skansen“ in Stockholm das erste Museum dieser Art auf der Welt war. Heutzutage gibt es Freilichtmuseen in den meisten europäischen Ländern, sowie in Nordamerika, Japan, Australien und anderen Ländern.
    „Skansen“ wurde 1891 eröffnet, und in den darauf folgenden zwei Jahrzehnten wurden be-deutende Freilichtmuseen wie „Kulturen“ in Lund, das „Norsk Folkemuseum“ in Oslo, „Mai-haugen“ in Lillehammer, „Frilandsmuseet“ in Lyngby und „Den Gamly By“ in Aarhus gegrün-det.
    1918 eröffnete das „Nederlands Openluchtmuseum“ als erstes Freilichtmuseum außerhalb der nordischen Länder. In den 1920er und 1930er Jahren folgten viele Freilichtmuseen in mehreren europäischen Ländern und in den USA. Erst nach dem Ende des zweiten Welt-kriegs wurden Freilichtmuseen zu einem weltweiten Phänomen.

Von ländlichen zu industriellen Bauten

Die ersten Freilichtmuseen waren auf ländliche Bauten und ländliche Kultur fokussiert. Für viele Freilichtmuseen ist das nach wie vor ein zentrales Interesse. Von 1909 an ergänzte „Den Gamle By“ das Thema der städtischen Kultur. Seit den 1960er Jahren wurde die Perspektive auf die industrielle Kultur erweitert. Während der letzten Jahrzehnte wuchs somit die Vielfalt der Freilichtmuseen.

Vereinigungen von Freilichtmuseen

In Europa sind die wichtigsten und größten Freilichtmuseen im Verband Europäischer Frei-lichtmuseen / Association of European Open-Air Museums (AEOM) organisiert. In Nordame-rika sind die meisten Freilichtmuseen in der ALFHAM (Association for Living History, Farm and Agricultural Museums) verbunden. In mehreren Ländern sind Freilichtmuseen auch in nationalen Netzwerken organisiert.

Weitere Informationen bei: Sten Rentzhog : Open-Air Museums. The History and Future of a Visionary Idea. Stockholm 2007.